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Zins-Rekordtief bringt Euro ins Schwanken

Tagestief am Devisenmarkt lag bei 1,3503 US-$

In dieser Woche senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins nochmals ab. Die Reaktion folgte am gestrigen Donnerstag auf dem Devisenmarkt: Die europäische Gemeinschaftswährung fiel mit 1,3530 US-$ auf den tiefsten Stand seit Februar. Das Tagestief wurde bei 1,3503 US-$ markiert. Am Abend fing sich die Gemeinschaftswährung wieder. Sie eroberte die 1,36er Marke zurück und notierte um 1,3610 US-$, während die Aktienmärkte ihre Gewinne wieder abgaben.

Noch Anfang Mai war der Euro auf dem Weg zur 1,40 US-$-Marke gewesen. Doch dann signalisierte EZB-Chef Mario Draghi die bevorstehende Lockerung der Geldpolitik für Juni. Nun legte er mit einem Strafzins von 0,1 % nach. Die Entscheidung der EZB, den Leitzins auf 0,15% abzusenken, vor allem aber der Beschluss für einen negativen Einlagezinssatz von –0,1% sei für den Euro-Raum völliges Neuland, sagte Chefvolkswirt Otmar Lang. Die Niedrigzinspolitik nehme immer extremere Züge an, obwohl schon die bisherigen Maßnahmen keinen wirklich durchgreifenden Erfolg gezeigt hätten. Eines ihrer wichtigsten Ziele, nämlich die Banken zu einer großzügigeren Kreditvergabe an die Wirtschaft zu bewegen, habe die EZB bislang nicht erreicht, so Lang.


Autor: Christoph Zeppetzauer (für Timber-Online bearbeitet)
06.06.2014, 08:38 MEZ

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