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Ein Fünftel weniger Holzbearbeitungsmaschinen nach Russland

Deutschlands Maschinenbau spürt schwachen Rubel und Kapitalabfluss

Die schwächelnde Konjunktur in Russland und die Wirtschaftssanktionen im Zuge der Ukrainekrise treffen den deutschen Holzmaschinenbau. 2013 war Russland mit 177 Mio. € Exportwert noch der wichtigste Auslandsmarkt für die deutschen Holzbearbeitungsmaschinen, informiert der Verband der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Frankfurt. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres gingen die Russlandexporte aber um ein Fünftel auf 61 Mio. € zurück. Damit fiel Russland in der Exportstatistik hinter China zurück.

Wie die Lage tatsächlich ist, wird die Lesdrevmash zeigen. Russlands größte Fachmesse für Holzbearbeitung findet im Oktober in Moskau statt. Der VDMA Holz hofft, dass die politischen Spannungen möglichst wenig negative Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Beziehungen haben. Die Holzverarbeitung stehe nicht im Fokus der Aufmerksamkeit und der Sanktionen, heißt es aus Frankfurt. Allerdings seien russische Investoren verunsichert. Der schwache Rubel, steigende Zinsen und hohe Kapitalabflüsse behindern Investitionen in die russische Holzindustrie.


Autor: Hannes Plackner
04.08.2014, 10:24 MEZ

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