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EU verhängt Millionenstrafe gegen Ganzzugkartell

Deutsche Bahn muss 32,8 Mio. € zahlen, ÖBB 17,4 Mio. €

Innofreight_Zug2_TO.jpg © Innofreightgrößer Die EU-Kommission verhängte Geldbußen gegen deutschsprachige Schienenverkehrsunternehmen aufgrund mehrerer, langjähriger Kartellrechtsverstöße. Betroffen sind die Deutsche Bahn-Tochter Schenker, die ÖBB-Tochter Express Interfracht und der Schweizer Logistiker Kühne+Nagel. Schenker wurde zu 31,8 Mio. € verurteilt, Express-Interfracht zu 17,4 Mio. €. Kühne+Nagel wurde als Kronzeuge eine 62 Mio. €-Strafe erlassen.

Von 2004 bis 2012 wurden Kunden und Auftragsvolumina für Ganzzüge in Südosteuropa aufgeteilt, informiert die EU-Kommission. Für Neukunden gab es ein Meldesystem. Über Scheinangebote wurden die Preise manipuliert. Unter das Kartell fielen der Soptrain (Mitteleuropa nach Rumänien) und der Balkantrain (West- und Mitteleuropa nach Südosteuropa).

Von dem unlauteren Wettbewerb betroffene Unternehmen können die Kartellteilnehmer nun auch vor nationalen Gerichten auf Schadensersatz verklagen, betont die Kommission.


Autor: Hannes Plackner (für Timber-Online bearbeitet)
16.07.2015, 08:54 MEZ

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