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Eiche dominiert Submission

Schwarznuss mit 5.391 € teuerster Stamm in Heiligenkreuz

Großes Publikumsinteresse herrschte am 1. Februar am Aktionstag der Submission in Heiligenkreuz. Auch wenn Schwarznuss die höchsten Gebote auf sich zog, war nach wie vor die Eiche mengen- und erlösmäßig die stabilste „Bank“. Esche feierte ebenso Überraschungserfolge – im Hinblick auf enden wollende Vorräte.

Heiligenkreuz_Submission 2018 © Robert Spannlanggrößer Nachdem sich die für die Veranstaltung maßgeblichen Herren samt Geistlichkeit des unweit gelegenen Stiftes Heiligenkreuz um den teuersten Stamm der heurigen Submission – einer gut 10 m langen Schwarznuss für 5391 € – zu einem Foto gruppiert hatten, meinte Werner Löffler, Forstdirektor der Landwirtschaftskammer Niederösterreich: „Die Vorherrschaft der Eiche ist trotzdem ungebrochen und ein Ende nicht in Sicht.“ Immerhin waren in diesem Jahr Stämme von 21 Baumarten auf die Submission gelangt. Von den insgesamt 695 fm an verkauftem Wertholz waren gut 55% Eichenstämme – und das bei einem Durchschnittserlös von 497 €/fm. Abgesehen von jeweils nur einem einzigen Zwetschken- und einem Speierlingstamm im Angebot wurde dies nur mehr von den Nusshölzern getoppt. Im Hinblick auf die große Menge der angebotenen Eiche ist dies ein beachtlicher Erfolg.


Esche im Mammutbaum-Format

Eines der beliebtesten Fotomotive war ein mächtiger Eschenstamm mit Durchmesser von fast 2 m am Wurzelansatz – und gab damit ein kräftiges Lebenszeichen. Denn unter den 26 Käufern aus Österreich, Deutschland, Frankreich und Kroatien waren die Eschen unter den am heftigsten bebotenen Holzarten. „Voriges Jahr lag der Durchschnittserlös der Esche bei 211 €/fm, heuer bei nicht weniger als 271 €/fm“, betonte Löffler. Aber das habe wohl auch damit zu tun, dass viele befürchten, Eschen nicht mehr lange ersteigern zu können. Waldbesitzer böten ihre schönsten Eschen lieber jetzt schon feil, um nicht Gefahr zu laufen, das Holz irgendwann durch das Eschentriebsterben entwertet zu sehen, kommentierte Franz Fischer, Obmann des Niederösterreichischen Waldverbandes. Nachhaltig werde die große Menge von 110 fm Esche – hinter Eiche die zweithäufigste Baumart in Heiligenkreuz – wohl nicht angeboten werden können.


Ahorn unter ferner liefen

Der helle Bergahorn – auf Submissionen vor sieben Jahren noch der große Renner – erzielte zwar mit 1402 € zwar ein beeindruckendes Höchstgebot, lag aber mit einem Durchschnittserlös von 385 €/fm bloß im Mittelfeld der Holzarten. Mit 454 €/fm Durchschnittserlös über alle Baumarten lag man fast gleichauf wie im Rekordjahr 2017, wenn auch die Menge deutlich geringer war als im Vorjahr. Dennoch waren die 129 Verkäufer sehr zufrieden. „Submissionen stärken unsere Position. Wir sind dem Markt nicht mehr so ausgeliefert“, meinte einer von ihnen.


Autor: Robert Spannlang
02.02.2018, 12:18 MEZ

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