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Gut platzierte Botschaften mit Wirkung

Winterkolloquium Freiburg: "Schluss mit Jammern!"

Um die Frage „Wie kampagnenfähig sind Forst- und Holzwirtschaft?“ kreisten Vorträge und Diskussionen am Freiburger Kolloquium vom 24. bis 25. Januar.

Freiburg 2018 Podium © Robert Spannlanggrößer Wenn es um das vermutete Image und um Durchsetzungsfähigkeit von Brancheninteressen in der Politik geht, sieht sich die Forstwirtschaft selbst oft im Nachteil, beispielsweise gegenüber dem Umweltschutz. Die Gegenseite investiere mehr Geld in gute Kampagnen und käme in der Bevölkerung „sympathischer an“. Doch diese forstliche Selbstwahrnehmung entspreche nicht den Tatsachen, meinte Susanne Roth, Referentin in der Pressestelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), am Winterkolloquium, das am 24. und 25. Januar in Freiburg/Breisgau über die Bühne ging. „Mit den Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2013 (300 Jahre Nachhaltigkeit, Anm. d. Red.) ist es Forst- und Holzwirtschaft erstmals gelungen, mit abgestimmten Botschaften und Zielen gemeinsam zu agieren und unter einem Dach sichtbar in Erscheinung zu treten“, so Roth. Das hätten eine Medienresonanzanalyse sowie Intensivinterviews und zahlreiche Onlinebefragungen ergeben. „Das schlechte Image besteht nur in Ihren Köpfen - daher Schluss mit der Jammerkultur!“, beschwor Roth die anwesenden Vertreter der Forst- und Holzwirtschaft.

Ähnlich klang auch der Appell von Prof. Dr. Michael Suda von der Technischen Universität München. „Sie können Ihre Leistungen auf der gesamten Waldfläche darstellen. So eine riesige Werbefläche hat sonst niemand“, formulierte der Leiter des Lehrstuls für Wald- und Umweltpolitik pointiert.

Zwei Gäste aus Österreich lieferten auf der Basis von PR-Kampagnen des Forst-Holzsektors hierzulande vielbeachtete Beiträge: Während proHolz Austria-Geschäftsführer Georg Binder positive Erfahrungen mit den Kampagnenslogans „Stolz auf Holz“ und „Holz ist genial“ verwies, betonte Ingwald Gschwandtl, Leiter der Abteilung für Waldpolitik und Waldinformation im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus: „In den 1990er-Jahren glaubten bei uns auch noch 60% der Menschen, dass die Waldfläche in Österreich abnehme - heute nur mehr 34%.“


Autor: Robert Spannlang
02.02.2018, 12:35 MEZ

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