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Käferholz in Bayern 2017 verdoppelt

Heißer Frühsommer und Windwürfe als Ursachen

Fraßbild-des-Buchdruckers © Archivgrößer Die Forstschutz-Situation der Fichte hat sich 2017 erneut verschlechtert, informiert die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirschaft (LWF). Das dritte Jahr in Folge konnte der Buchdrucker und teilweise auch der Kupferstecher eine dritte Generation anlegen. Witterungsextreme prägten das Waldschutzjahr 2017 in Bayern. Der Kälteeinbruch im Frühjahr verzögerte den Ausflug der Fichtenborkenkäfer und die Entwicklung der Eichenschädlinge. Der heiße Frühsommer fachte jedoch die Entwicklung der Großschädlinge wieder an. Das Sturmtief „Kolle“ führte im August in den Regionen Freyung-Grafenau, Regen und Passau zu einem massiven Schadholzanfall (Windwurf) von 2,3 Mio. fm auf 40.000 ha.

„Die Massenvermehrung von Buchdrucker und Kupferstecher setzte sich 2017 fort. Insgesamt erhöhte sich die Fichten-Käferschadholzmenge von 2016 zu 2017 auf 3,55 Mio. fm und hat sich damit nahezu verdoppelt“, melden die LWF-Experten. Weiters wurde beim Schwammspinner eine starke Populationszunahme festgestellt. „Heuer sollte das Hauptaugenmerk auf der Bekämpfung der Fichtenborkenkäfer und Schwammspinner liegen. Bei der Kiefer wird der weitere Schadverlauf durch das Diplodia-Triebsterben und den Prachtkäferbefall weiter zu beobachten sein“, empfehlen die Forstschutzfachleute.


Autor: Martin Heidelbauer
11.04.2018, 07:47 MEZ

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