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ÖBf: Immobilien immer wichtiger

Anteil des "Kerngeschäftes" nimmt tendenziell ab

Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) sind breit aufgestellt. Das Kerngeschäft Forst/Holz macht einen Anteil von 48,5 % (2017) der Betriebsleistung aus. Zusammen mit dem Holzhandel (2017: 9,9 %) sind es 58,4 %. Daneben werden Leistungen und Produkte in den Bereichen Jagd und Fischerei, Immobilienmanagement, Dienstleistungen und erneuerbare Energien angeboten.

OeBf_Jagdvilla © Österreichische Bundesforstegrößer Im Bereich Immobilienmanagement wurde im vergangenen Jahr eine Betriebsleistung von 45,3 Mio. € (+3,7 %) erzielt. Damit ist dieser der zweitwichtigste Geschäftsbereich der ÖBf. Im Vorjahresvergleich gab es den größten Zuwachs in den Bereichen Verpachtung (+7,3 %), Seenerlöse (+5 %) und Bodenressourcen (+6,1 %). Die Nachfrage ist weiterhin ungebrochen. Im Langzeitrückblick fand von 1997 bis 2017 sogar eine Verdreifachung im Segment des Immobilienmanagements statt. Die Einnahmen stiegen um 13,7 Mio. € auf 45,3 Mio. €. Besonders herausfordernd ist die anspruchsvolle Renovierung der Immobilien, vor allem in Bezug auf den Denkmalschutz.

Eines dieser Projekte ist beispielsweise die kaiserliche und königliche Jagdvilla Langbathsee, welche sich im Salzkammergut zwischen Atter- und Traunsee befindet. Unter der Schirmherrschaft der ÖBf wurde das Gebäude unter strengen Denkmalschutzauflagen aufwendig renoviert. Allein in den vergangenen beiden Jahren wurden über 1,5 Mio. € investiert. Die Herausforderung war, den historischen Charme des Jagdjuwels zu erhalten und gleichzeitig das Gebäude auf den aktuellsten Stand zu bringen. Nach abgeschlossener Generalsanierung wird das Gebäudeensemble, Haupt- und Nebenhaus einschließlich eines eigenen Seezugangs und Badestegs, neu vergeben.


Autor: Fabian Pöschel
06.06.2018, 11:09 MEZ

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