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Waldlager bauen sich kaum ab

Holzmarktbericht Landwirtschaftskammer Österreich

Die Sägeindustrie ist weiterhin sehr gut mit Nadelsägerundholz aus dem In- und Ausland bevorratet. Die Schnittholzmärkte werden auch noch für nächstes Jahr als hoch aufnahmefähig eingeschätzt.

Polter_RH1 © DI Martin Heidelbauergrößer Die Waldlager in den Borkenkäferschadgebieten bauen sich hingegen nur langsam ab, die Wartezeiten für die Abfuhr des bereitgestellten Holzes betragen oft mehrere Wochen. Dennoch werden bereits Nutzungsvorgriffe getätigt, um massivem Wertverlust durch Käferbefall im nächsten Jahr vorzubeugen. Die Preise sind auf niedrigem Niveau stabil. Außerhalb der Regionen leicht verfügbaren Schadholzes erhöht sich mittlerweile die Nachfrage nach Fichtensägerundholz. Die Preise wurden teilweise leicht angehoben. Der Absatz für Kiefer bleibt aufgrund des Überangebotes an Fichte schwierig. Lärche und starke Douglasien sind anhaltend zu attraktiven Preisen nachgefragt.

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist ebenfalls sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Rege Nachfrage herrscht nach Fichtenschleifholz, woraus sich ein Potential für Durchforstungen ergibt. Der Absatz von Faserholz ist mit Ausnahme Oberösterreichs problemlos möglich. Rotbuchenfaserholz wird bei gleichbleibenden Preisen unverändert stark nachgefragt. Fehlende Transportkapazitäten beeinflussen jedoch die Abfuhr aller Industrieholzsortimente.

Der Energieholzmarkt ist weiterhin zweigeteilt. Während im Süden Österreichs gute Vermarktungsmöglichkeiten bestehen, ist im Norden aufgrund des Überangebotes infolge Käferholz der Absatz schwierig. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Brennholz ist sehr gut. Bis dato gibt es noch immer keine wirtschaftlich darstellbaren Nachfolgetarife für den Weiterbetrieb der voll funktionstüchtigen Holzkraftwerke. Sollten diese Großabnehmer vom Netz gehen, droht der Energieholzmarkt zu kollabieren.

Die Schwärmaktivitäten des Borkenkäfers sind mit Anfang Oktober weitgehend abgeschlossen. Damit kann die Aufarbeitungsgeschwindigkeit von Schadholz den Transportkapazitäten und der Aufnahmefähigkeit der Werke angepasst werden.

Das österreichische Wirtschaftswachstum zeigte sich bislang im internationalen Vergleich äußerst robust. Dieses sollte laut Experten auch bis zum Jahresende anhalten. Für 2018 erwartet das Wifo ein Wirtschaftswachstum von 3%, für 2019 schwächt sich die Prognosen auf 2% ab. Gründe dafür sind Währungskrisen in Schwellenländer, der Brexit sowie die unklare handelspolitische Ausrichtung der USA.


Autor: Landwirtschaftskammer Österreich
17.10.2018, 08:49 MEZ

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