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Kärnten: Hoher, sechsstelliger Festmeterschaden

Der Starkregen und die Föhnstürme dieser Woche haben in Kärnten sehr große Waldschäden hinterlassen. Hauptsächlich betroffen sind die Bezirke Hermagor und Spittal.

„Im Bezirk Hermagor haben erste Befliegungen flächige Würfe von 600 ha im Lesachtal gezeigt," informierte soeben Landesforstdirektor Christian Matitz. Im Lesachtal gibt es eine Einzelfläche bis 120 ha, deren Bestockung bei 350 bis 400 fm/ha liegt. Besonders dramatisch für die Waldbesitzer: Die Flächen, die schon im Vorjahr vom Sturm heimgesucht worden waren, wurden nun erneut beschädigt.

Im Bezirk Spittal ist vor allem das Obere Mölltal betroffen. Befliegungen zeigten auch dort drei- bis vierflächige Würfe bis 70 ha. Im Mittleren Mölltal gab es ebenfalls Schäden. Dazu kommen noch rund 300.000 fm in Restkärnten, sodass sich das Schadausmaß auf „einen hohen, sechsstelligen Festmeterwert“ summieren dürfte, so Matitz. Genauere Zahlen wolle man bis Mitte nächster Woche erheben. Was jetzt erschwerend hinzukommt, ist, dass Landes- und Bundesstraßen, wie etwa im Lesachtal, schwer beschädigt wurden – viele Forststraßen sind völlig zerstört. Aufgrund der Vermurungen sind viele Gebiete für längere Zeit unerreichbar. Matitz geht daher bereits jetzt von einer Aufarbeitungsdauer von bis zu zwei Jahren aus.


Autor: Gerd Ebner
06.11.2018, 07:18 MEZ

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