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25-facher Jahreshiebsatz fiel in Südtiroler Topwaldrevier

„Die besten Fichtenwälder, die man überhaupt kennt, wurden geworfen." Josef Schmiedhofer, Chef der Südtiroler Domänenverwaltung, ist am Boden zerstört. Er spricht von den Wäldern rund um den Latemar – hier fiel in einer Nacht der 25-fache Jahreshiebsatz.

Windwurf Südtirol_Okt 2018 © Josef Schmiedhofergrößer Schmiedhofer befürchtet 100.000 bis 120.000 fm Schadholz. In ganz Südtirol sind es über 1,2 Mio. fm. Ersten Schätzungen zufolge sollen 20% gebrochen, der Rest soll geworfen worden sein.

Die Südtiroler Säger werden das mit einer Einschnittskapazität von maximal 600.000 fm/J nicht allein aufnehmen können. Teilweise gibt es bereits genehmigte Nasslagerflächen, weitere sollen unkompliziert hinzukommen. Am Latemar soll es ebenfalls ein Nasslager für das eigene Holz geben. „Unser Frischholz soll seine Qualität lang behalten“, so Schmiedhofer. „Es ist auch deswegen so gut gewachsen und wertvoll, weil es hier bei uns nie Wind gab. Jetzt hat ein Wirbelsturm ausgereicht, um die über 200 Jahre alten Wälder zu fällen.“

Die Notsituation wird es erfordern, dass man möglichst rasch Harvester organisiert. Der Wurf sei ziemlich flächig erfolgt, das Relief ließe eine hoch mechanisierte Ernte zu.


Autor: Gerd Ebner
06.11.2018, 07:28 MEZ

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