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DI Josef Hafellner – ein junger Sechziger im Dienste der forstlichen Bildung!

DI Josef Hafellner, ein langjähriges Mitglied des steiermärkischen Forstvereines, feierte jüngst seinen 60sten Geburtstag. Der „Sepp“, wie er in seinem Umfeld nach bester steirischer Tradition gerufen wird, wuchs mit seinen 5 Geschwistern am Bergbauernhof vulgo „Zeißner“ in Proleb bei Leoben auf. Nach Volks- und Hauptschule in der Region, wechselte er im Herbst 1973 an die HBLA Raumberg. Dort wurde auch der Grundstein für die vielfältigen Interessen in Richtung Volkstanz, Gesang und Gemeinschaft – Stichwort Landjugend – gelegt. Nach dem Präsenzdienst beim LWSR 73 in Klagenfurt und Villach ging es für ihn zum Studium der Forstwirtschaft an die Universität für Bodenkultur in Wien. Dort übernahm er jahrelang Verantwortung in unterschiedlichen Funktionen in der Studentenvertretung, engagierte sich im Landesvorstand der Landjugend Steiermark und war aktives Mitglied im Arbeitskreis Waldsterben in seinem Heimatbezirk. Aus dieser Zeit resultiert auch die gute gesellschaftliche Vernetzung von Sepp über das gesamte Bundesgebiet und quer durch alle Branchen der Land- und Forstwirtschaft. Zahlreiche Praktika in der Forstwirtschaft (vom Familienbetrieb, zum Forstunternehmen bis hin zur Standesvertretung) im In- und Ausland (Schweden, Südafrika) erweiterten und komplettierten die Sepp´sche Fachkompetenz. Mitte der 1980iger Jahre begann das land- und forstwirtschaftliche Schulwesen in der Steiermark die Wertigkeit der Forstwirtschaft im Ausbildungsplan zu forcieren. Weg von den mit Gastlehrpersonal dotierten Randstunden, hin zu einer klaren Verankerung in Theorie und Praxis in der Stundentafel, war der Denkansatz. Sepp Hafellner war einer der ersten Forstakademiker in dieser Funktion und ner begann seine Tätigkeit im Herbst 1988 an der Fachschule in Kobenz. Er war maßgeblich an der Entwicklung des forstwirtschaftlichen Lehrplanes – immer auch in Absprache mit der FAST Pichl und er Standesvertretung – beteiligt. Seine jahrelange Mitgliedschaft in der Prüfungskommission für die Forstfacharbeiter in der Steiermark ist Ausdruck für die Wertschätzung seiner Erfahrung und Kompetenz. Bereits zu Beginn der 1990er Jahre – der Begriff „Waldpädagogik“ war noch lange nicht geboren – rief er gemeinsam mit einem ebenfalls in der Region sehr umtriebigen Partner – dem nachmaligen Kammerobmann von Knittelfeld, ÖR Matthias Kranz - die Waldjugendspiele ins Leben. Den Kindern in spielerischer Weise die vielfältigen Aufgaben und Leistungen unseres Waldes und die Anliegen und Verantwortung der Waldbauern bewusst zu machen, war über viele Jahre ihr gemeinsames Ziel. Ob das Projekt „Waldlehrpfad“, der „Turm im Gebirge“ oder „Tower Power“-Geschenkideen, wann immer es gilt die Anliegen der Forstwirtschaft publikumswirksam zu transportieren, ist Sepp als verlässlicher Mitstreiter im Boot. Ob Schule und Bildung, Pfarrleben und Kultur im Dorf oder eben die Agenden der Forstpartie – ad multos annos – lieber Sepp!


Autor: Peter Prietl
13.12.2018, 09:30 MEZ

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