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Klimawandel: Die Zeit läuft uns davon!

Die UN-Klimakonferenz COP25 habe leider nur wenig verbindliche und zukunftsträchtige Beschlüsse in Richtung des Konferenzmottos „Tiempo de actuar – Zeit zu handeln“ gebracht, konstatieren die LFBÖ.

Montecuccoli LFBÖ PK 2019 © Barbara Schussgrößer Die internationale Gemeinschaft habe damit einmal mehr eine Gelegenheit verstreichen lassen, dem Klimawandel weltweit und gemeinsam den Kampf anzusagen. Für die Land&Forst Betriebe sei es somit umso wichtiger, dass die Europäische Union sich selber entsprechende Ziele setzt und Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent machen wolle, so heißt es in einer Pressemitteilung der Land&Forst Betriebe Österreich.

„Es ist bereits viel zu viel Zeit verstrichen! Wir müssen jetzt radikale, schnelle und wenn nötig auch harte Schritte setzen, um den CO2-Ausstoß und den damit zusammenhängenden Klimawandel zu stoppen“, äußert sich Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, zu den Ergebnissen von Madrid.

"Bioökonomie" sei im Kampf gegen den Klimawandel die wirksamste Strategie. Eine echte Bioökonomie habe drei wesentliche Eckpunkte: klimafreundliche Energie, nachwachsende Rohstoffe und Recycling. Der Verbandspräsident ergänzt: „Neben der Umstellung des Wirtschaftssystems braucht es aber auch dringend eine radikale Umstellung des Energiesystems.“

Laut dem aktuellen Green Deal der EU-Kommission soll die Landwirtschaft grüner und nachhaltiger werden, was sich auch in den Förderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) niederschlagen soll. Es sei aber nicht logisch, dass hier mehr Leistungen gefordert würden und gleichzeitig GAP-Budget Kürzungen vorgenommen werden sollen. Der Green Deal der Europäischen Union dürfe keinesfalls auf Kosten der aktiven Land- und Forstwirtschaft ausgetragen werden, fordert Montecuccoli.


Autor: Stefanie Hilberer
30.12.2019, 14:38 MEZ

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