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Dämpfer bei Rundholzpreisen

Holzmarktbericht der Landwirtschaftskammer Österreich Februar 2020

Die Sturmereignisse zu Jahresbeginn haben nur zu kleinflächigen Würfen geführt. Die Rundholzpreise haben dadurch aber einen Dämpfer bekommen. Die Nachfrage nach frischem Fichtensägerundholz hat wieder abgenommen.

Im internationalen Vergleich fällt der Wirtschaftsabschwung in Österreich mild aus. Grund dafür sind anhaltend kräftige Wertschöpfungszuwächse der Dienstleistungen. Die Bauwirtschaft profitiert vom milden Winter und von einem florierenden Tourismus.

Die Sturmereignisse der vergangenen Wochen haben in Österreich nur in vom Borkenkäfer aufgelichteten Beständen zu kleinflächigen Würfen geführt. Aufgrund des frühen Zeitpunktes im Jahresverlauf sind die angefallenen Holzmengen im saisonalen Einschlag unterzubringen. Die für Waldbesitzer dringend erforderlichen Preisverbesserungen scheinen damit aber auch wieder einen Dämpfer bekommen zu haben.

Die zu Jahresbeginn am Nadelsägerundholz-Markt herrschende rege Nachfrage nach frischem Fichtensägerundholz hat mittlerweile abgenommen. Die Waldbesitzer haben auf die leicht anziehenden Preise mit einem verstärkten Einschlag reagiert. Die guten Bedingungen für Holzernte und -abtransport haben zudem dafür gesorgt, dass die österreichischen Sägewerke größtenteils wieder sehr gut mit Rundholz bevorratet sind. Teilweise kommt es sogar zur Kontingentierung bei der Zufuhr. Weiterhin wird über eine strenge Güteklassifizierung bei der Holzübernahme berichtet. Der Absatz von Kiefer ist nur sehr beschränkt möglich, die Nachfrage nach Lärche jedoch kaum zu bedienen. Die Tiroler Nadelwertholzsubmission ist erfolgreich verlaufen. Das Höchstgebot erhielt eine Zirbe mit 587 €/fm. Die Fichte erreichte im Durchschnitt 202 €/fm.

Die Laubholzsubmissionen sind ebenfalls sehr gut verlaufen. In Niederösterreich konnten alle, in Oberösterreich nahezu alle angelieferten Stämme vermarktet werden. Die Durchschnittserlöse aus allen Baumarten je Festmeter lagen über jenen des Vorjahres und betrugen in Niederösterreich 467 € und in Oberösterreich 481 €. Die mengenmäßig wichtigste Baumart war die Eiche, gefolgt von Schwarznuss und Bergahorn.


Autor: Landwirtschaftskammer Österreich
18.02.2020, 17:00 MEZ

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