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Einschlag sank leicht, deutlich mehr Schadholz

In Österreich wurden im Vorjahr 18,9 Mio. fm Holz eingeschlagen. Das waren um 1,5% weniger als im Jahr zuvor. Der Nadelholzeinschlag blieb 2019 mit 16 Mio. fm laut Holzeinschlagstatistik des Landwirtschaftsministeriums konstant.

Für die Erlöse der Forstbetriebe ist insbesondere das Sortiment Sägerundholz wichtig. Davon wurden 2019 8,8 Mio. fm geerntet. Das waren um 5% weniger als im Jahr zuvor (9,3 Mio. fm).

Die Schadholzmenge erhöhte sich 2019 um 18% auf über 11,7 Mio. fm. Das ist alleine dem Nadelholz geschuldet, das um 20% mehr anfiel: 10,7 Mio. fm in Summe. Damit lag das Schadholz-Prozent über alle Besitzarten bei 62%. Von zehn Stämmen wurden also sechs „zufällig“ genutzt.

Im Kleinprivatwald lag der Schadholzanfall mit 58% am geringsten. 6,4 Mio. fm Schadholz stehen hier 11 Mio. fm Gesamteinschlag gegenüber. In den Betrieben über 200 ha fielen im Vorjahr zwei Drittel der Erntemenge (unverändert 6,2 Mio. fm gesamt) als Schadholz an (4,1 Mio. fm). Den höchsten Schadholzanteil mussten erneut die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) hinnehmen. Zwar blieb auf den ÖBf-Flächen der Einschlag mit 1,6 Mio. fm konstant. Der Schadholz-Anfall wurde aber um 21% höher. 1,2 Mio. fm Schadholz mussten hingenommen werden. Das sind drei Viertel des Gesamtwertes.


Autor: Gerd Ebner
25.04.2020, 17:19 MEZ

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