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+350.000 fm Lagerkapazität bis Jahresende

In Oberösterreich verständigten sich Vertreter der Forst- und Sägeindustrie sowie der Politik, gemeinsam einen Weg hinsichtlich des erhöhten Schadholzaufkommens zu finden.

In Oberösterreich haben sich das Land und Vertreter der Holzindustrie auf neue Lagerplätze verständigt: Bis Jahresende sollen auf insgesamt sechs Flächen eine zusätzliche Kapazität von 350.000 fm entstehen. Vier Lagerplätze kommen laut Agrarlandesrat Max Hiegelsberger von der öffentlichen Hand (Waldbesitzerverband), zwei weitere von privaten Forstbetrieben.

Derzeit kommen zwei Szenarien zusammen: Auf der einen Seite fehlen aufgrund der Coronapandemie noch die Absatzmärkte, vor allem Italien, auf der anderen Seite kommt borkenkäferbedingt noch mehr Rundholz aus dem Wald. „Die zusätzlichen Nasslagerplätze entspannen die Situation für die Forst- und die Sägeindustrie“, meint Ferdinand Reisecker, Fachgruppenobmann Holzindustrie Oberösterreich.

Seitens des Landes Oberösterreich gibt es folgende weitere Vereinbarungen und Maßnahmen:

- Vorrangige Abholung des liegenden Holzes in den nächsten drei Wochen durch die OÖ
- Holzindustrie – rund 100.000 fm zusätzlich
- Flexiblere Vereinbarungen für bestehende Lieferverträge aus dem Ausland
- Erhöhung der Fördermittel um weitere 2,5 Mio. € auf rund 23 Mio. € Gesamtbudget Forst über die laufende Periode
- Für die Frühjahrsaufforstung sind bereits rund 1000 Anträge für Aufforstungen und Pflege mit einem Förderungsvolumen von über 3 Mio. € eingegangen - Förderung Holzlager
- 50 t-Regelung für Lkw-Holztransporte
- Fortführung der erfolgreich angelaufenen Holzbau-Offensive
- Verstärkung Forstaufsicht


Autor: Martina Nöstler
14.05.2020, 09:21 MEZ

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