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Sortierung am stehenden Baum

EDV-Tool SORTBAUM ab sofort erhältlich

Holzsortierung_2.jpg © © Archivgrößer Jeder Baum besteht aus verschiedenen Sortimenten. Für einen guten Erlös beim Holzverkauf ist besonders die richtige Ausformung wichtig. Die Kenntnis über die genauen Mengen der einzelnen Sortimente liefert das neue EDV-Tool SORTBAUM.
Das Programm kann beim Steiermärkischen Forstverein zum Preis von € 228,- incl. Mwst. bezogen werden. (Lizenz für 1 PC, bei Mehrfachbestellungen Preis auf Anfrage)
Tel. u. Fax: 0316/825 325, Email: forstverein.steiermark@utanet.at

Einfaches Tool zur Holzsortierung
Dieses einfach zu bedienende EDV-Programm ermöglicht es, einen stehenden Baum in alle seine Teile und Sortimente nach der ÖNorm L1021 und den österreichischen Holzhandelsusancen 2006 rechnerisch zu zerlegen. Damit lassen sich, von praktisch allen Baumarten Österreichs, die Volumina der Sortimente Bloche, Braunbloche, Schwachbloche, Schleifholz, Faserholz, Faulholz und Wipfel mit und ohne Rinde berechnen.
Eine Schätzung des Stockvolumens, der Äste, Nadeln und Wurzeln, der Gesamtbiomasse und des gespeicherten Kohlenstoffs in Kilogramm ergänzen die Berechnungen für 6 Nadel- und 17 Laubbaumarten.
Die Haupteingabeparameter sind die Baumart, der Brusthöhendurchmesser, die Höhe des Kronenansatzes und die Baumhöhe. Das Programm hat gegenüber den derzeit gebräuchlichen Sortentafeln die Vorteile, dass 23 Baumarten damit ausgeformt und deren spezifische Rindenanteile berechnet werden können, dass der Ernteverlust ermittelt werden kann, dass die Berechnung automatisiert und rasch erfolgen kann, dass ein großer Durchmesserbereich umfasst wird und dass nach den neuen, seit 2006 gültigen FHP Holzhandelsusancen sortiert wird.

Das EDV-Programm ist in der Programmiersprache Visual Basic for Applications (VBA) erstellt und kann als benutzerdefinierte Add-In-Funktion (SORTBAUM) in jeder Microsoft Excel Datei wie eine gewöhnliche Funktion aufgerufen und einfach in bestehende Excelformulare eingebaut werden.

Einsatzbereiche dieses EDV-Tools sind in der Waldbewertung und als Kalkulationsgrundlage für vielfältige betriebswirtschaftliche und ökologische Überlegungen. Werden die Volumina der ermittelten Sortimente mit den Marktpreisen multipliziert, lässt sich auf einfache Weise der Erlös des Stammes am Stehenden schätzen.


Holzsortierung_1.jpg © © Archivgrößer

SORTBAUM versucht als Synthese, ähnlich wie das Programm zur Alterswertfaktorenberechnung, die wissenschaftlichen Untersuchungen und Erkenntnisse zu Schaftholzformzahlen und Biomassefunktionen für die Forstpraxis, in einfacher Form anwendbar, zur Verfügung zu stellen.

Benötigte Eingangsgrößen
Die benötigten Eingangsgrößen der Sortierfunktion sind Baumart, BHD, Baumhöhe, Höhe des Kronenansatzes, Seehöhe, Qualität, Soziologie, Schadalter, Wundbreite, Wundlänge und Betriebsart.
Aus diesen Eingangsdaten werden die berechneten Stockhöhen abgezogen, dann die Durchmesser am Stock und am Kronenansatz geschätzt. Diese Daten werden den Konoiden zugeordnet und damit die benötigten Mittendurchmesser in den auszuformenden Stammabschnitten berechnet, die Rindenprozente abgezogen und die Durchmesser usancengemäß auf Zentimeter abgerundet. Allfällige weichfaule Abschnitte werden in halben Meterschritten abzogen bis der Stamm hartfaul ist. Danach erfolgt die Blochholzausformung von 4 Meter langen Blochen und dem längen- und baumartenspezifischen Übermaß der auszuformende Stammabschnitt bis zur Blochholzgrenze.

Anschließend wird in 3 bis 6 Meter langen Abschnitten Schleifholz ausgeformt, wenn noch mehr als 2 Meter lange Stammabschnitte bis zum Mindestzopfdurchmesser übrig bleiben, wird dies dem Faserholz zugeordnet. Als Rest des ausgeformten Stammes bleibt das Wipfelstück. Zwischen jedem Stammabschnitt wird eine Schnittfuge von einem Zentimeter Breite berücksichtigt.

Umfangreiche Ergebnisse
Die Ergebnisse, jeweils als Efm oR dieser Berechnungen sind:
Bloche A , Bloche B , Bloche C , Bloche CX , Braunbloche , Schwachbloche , Schleifholz , Faserholz , Faulholz , Wipfel , Schnittfuge , Rundungen und Übermaß und die jeweiligen Rindenanteile in m³.
Ergänzend werden berechnet:
Stockholz (Vfm mR), Wurzeln (kg atro), Äste (kg atro), Nadeln (kg atro), Gesamte Biomasse (kg atro) und CO2-Speicherung des gesamten Baumes (kg). Mit diesen Ergebnissen kann, eingebettet in ein Excelkalkulationsblatt, sofort weitergearbeitet werden.

Wenn jemand selbst weitere Berechungen an anderen im Wald stehenden Bäumen durchführen will, kann dazu ein EDV-Programm beim Steiermärkischen Forstverein,
Herrengasse 13, 8010 Graz erwerben.


Autor: DI Dr. Gerhard Pelzmann
27.12.2011, 10:03 MEZ

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